Das Zimmer ist sehr geräumig, die Bettwäsche sauber und auch die Handtücher sind fleckenlos. Besonders schön ist der große Balkon mit zwei Stühlen und einem Tisch sowie dem Ausblick auf die Berge. Wobei *** ehrlicherweise sagen muss: vermutlich nicht mehr lange, denn direkt neben dem Hotel entsteht bereits ein neues Gebäude – und wer weiß, welche Dimensionen das noch annehmen wird. Dann dürfte es mit dem Bergblick vorbei sein. Was mich überraschenderweise allerdings nicht gestört hat, war die Baustelle direkt vor meinem Balkon. Zumindest im aktuellen Bauabschnitt, in dem offenbar lediglich das Fundament ausgehoben wird, scheint es nicht besonders laut zu sein. Im Zimmer gibt es einen kleinen Fernseher, einen Wasserkocher, eine gut gefüllte Minibar, einen Schrank mit Safe sowie Klimaanlage und Deckenventilator. Der Wasserkocher schaltet sich jedoch nicht automatisch ab, was ich ehrlich gesagt für eine potenzielle Gefahr halte. Wie so oft in Indien ist auch hier das Lichtschalter-Konzept komplett verwirrend. Es dauert eine ganze Weile, bis *** herausgefunden hat, welcher Schalter welche Lichtquelle oder welches Gerät bedient – komfortabel ist das nicht. Auf den ersten Blick wirkt alles gepflegt. Schaut *** im Badezimmer jedoch genauer hin, zeigen sich deutliche Schwächen: Schimmel an der Decke der Dusche, eine stark verkalkte Toilettenbrause und ein Zahnputzbecher, der offensichtlich eher Dekoration ist und schon länger nicht gründlich gereinigt wurde. Es gibt keine Handbrause, sondern lediglich eine fest installierte Regendusche. Der Wasserdruck ist beklagenswert, und als ich abends duschen wollte, war das Wasser leider nur lauwarm. Das Hotel beschäftigt auffallend viele junge Mitarbeiter. Bei meiner Ankunft standen sie zu siebt an der Rezeption Spalier. Auch beim Frühstück – das für indische Verhältnisse sehr westlich ausfällt – waren bei etwa zehn Gästen rund sieben Servicekräfte anwesend, die jedoch meist unbeteiligt herumstanden oder sich unterhielten. Generell wirkt es so, als gäbe es zu viele Mitarbeiter für zu wenige Gäste, und das bisschen, was zu tun ist, wird aus westlicher Sicht weder besonders effizient noch strukturiert erledigt. Das Restaurant, das zugleich Frühstücksraum ist, hat keinen besonderen Charme. Es gibt jedoch eine Terrasse, und von dort aus ist der Blick auf die Berge sehr schön und lädt durchaus zum Verweilen ein. Alkohol wird im angeschlossenen Restaurant nicht ausgeschenkt. Außerdem verfügt das Hotel über einen Pool und einen Spa-Bereich. Leider ist das Haus sehr hellhörig. Abends machten Gäste bis tief in die Nacht auf ihren Zimmern Lärm, und am nächsten Morgen marschierte um 6:45 Uhr jemand rücksichtslos durch die Gänge, klopfte an verschiedene Türen und polterte herum. Morgens um 8 Uhr klopfte es zudem lautstark an meiner Tür – ein Mitarbeiter des Housekeepings wollte meine Wäsche zur Reinigung abholen. Da ich am selben Tag abreiste, hatte ich selbstverständlich keine Wäsche abzugeben. Ich finde, in einem Hotel, in
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