「Bezogen auf das Preis-/Leistungsverhältnis war meine Buchung des Lipe Garden Beach Resort eine der schlechtesten Erfahrungen, die ich jemals auf Reisen gemacht habe. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist die Auswahl meines Zimmers. Hierfür ist gut zu wissen: Das Resort liegt an einem nur ca. 10m breiten Strandabschnitt und die Unterkünfte ziehen sich entlang eines Fußwegs beidseitig ins Landesinnere. Ich entschied mich für den ”Beachfront Sea View” Bungalow, der preislich etwa beim Doppelten des Standardbungalows lag. Dafür erwartete ich ”Beachfront”. Tatsächlich waren an vorderster Reihe am Strand die Rezeption, die Massageliegen, die Bar und der Frühstücksbereich. Darauf ging meine Sicht, wie aus den anhängenden Bildern erkennbar war.
Das Personal ist leider kaum bemüht, das Resort in Schuss zu halten. Vermutlich der Chef, ein älterer Herr mit grauem Bart, sitzt den ganzen Tag in einem farbenfrohen Jersey und einer Umhängetasche auf dem Gelände, raucht und daddelt auf seinem Handy rum. Eine Frau, die knapp sein Alter haben könnte, tut es ihm ähnlich. Sie chattet und die Benachrichtigungstöne ihrer Chats donnern in höchste Lautstärke über das Gelände, während sie die Augen nicht vom Bildschirm kriegt. Der Rezeptionist daddelt auf seinem Laptop, während er pro Tag ca. ein Zimmer ein- und auscheckt. Die einzigen, die ein bisschen etwas arbeiten, sind die Angestellten: zwei Mädels kümmern sich um das Frühstück und übernehmen im Anschluss das Housekeeping. Zwei Jungs bauen Sonnenschirme, Liegestühle etc. auf uns ab, fegen Laub und helfen den Gästen mit ihrem Gepäck über den Strand zum Bootsanleger.
Die Jungs sind dabei die einzigen, die auch einmal lächeln oder von sich aus einen guten Morgen wünschen. Beim Rest der Belegschaft ist ”Land of Smiles” bisher nicht angekommen.
Die ganze Zeit, die diese Angestellten nichts tun, könnten sie vielfältig zum Wohlbefinden der Gäste einsetzen. Zum Beispiel um Englisch zu lernen. Ich habe zuvor nie erlebt, dass in einer Touristenunterkunft in Thailand durch die Bank so schlecht Englisch gesprochen wird, dass die Angestellten beim Frühstückt nicht einmal die Begriffe Ham, Sausage oder Egg kennen. Auch besser putzen wäre ein Ansatz. Die anhängenden Bilder zeigen Detailaufnahmen aus dem Bad und von der Veranda. Auf den Duschschläuchen hängen Kalkbeläge von Jahren. Der Kunstrasen meiner Veranda wurde ebenso über Tage nicht von Sand und Laub befreit, die Begrenzung der Fläche seit Monaten nicht entstaubt.
Um noch etwas Positives zu erwähnen: Die Unterkunft wird ohne Verpflegung angeboten, dennoch gibt es morgens ein kostenloses Frühstück. Dies ist jeden Tag das gleiche: Gekochter Reis, Spiegeleier, etwas angeröstete Wiener Würstchen und Schinkenscheiben, dazu Früchte und Toast. Das Essen ist zum Zeitpunkt des Servierens jedoch bereits kalt, um Toastbrot und Instantkaffee muss sich der Gast selbst kümmern und wenn die Zutaten dafür aus sind, interessiert es die Belegschaft schlichtweg: nicht.」